Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) — a1-office
Stand: Juni 2026 · Ausschließlich für Unternehmer (B2B)
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung a1-office (nachfolgend „Software" oder „Dienst"), bereitgestellt von Robert Heine — N3URAL.A1, Wekeln 24, 47877 Willich (nachfolgend „Anbieter").
(2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kunde"). Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind nicht Adressaten des Angebots.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Gegenstand des Vertrags ist die zeitlich begrenzte Bereitstellung der Software zur Nutzung über das Internet (Software as a Service) sowie die Speicherung und Verarbeitung der vom Kunden eingegebenen Daten.
(2) Der Funktionsumfang umfasst insbesondere die Verwaltung von Leads, Deals, Rechnungen, Projekten und Zeiterfassung sowie einen KI-gestützten Assistenten („Klaus"). Der jeweils gebuchte Leistungsumfang ergibt sich aus der gewählten Produktvariante / dem Bestellschein.
(3) Die Software wird in der jeweils aktuellen Version bereitgestellt. Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln und anzupassen, solange der vertraglich geschuldete Funktionsumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird.
(4) Der KI-Assistent erzeugt Vorschläge und Hilfestellungen. Die Inhalte werden maschinell generiert und können fehlerhaft oder unvollständig sein; die inhaltliche Prüfung und Letztentscheidung obliegt dem Kunden.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Der Vertrag kommt durch Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter bzw. durch Annahme der Bestellung des Kunden zustande.
(2) Sofern eine kostenlose Test- oder Einführungsphase angeboten wird, geht diese nur dann in ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis über, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
§ 4 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf die im Bestellschein vereinbarte Laufzeit. Ist keine Laufzeit vereinbart, gilt eine monatliche Laufzeit, die sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat verlängert, sofern nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Laufzeitende gekündigt wird.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug oder schwerwiegendem Verstoß gegen die Nutzungspflichten (§ 7) vor.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).
(4) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für einen angemessenen Zeitraum die Möglichkeit zum Export seiner Daten bereit. Anschließend werden die Kundendaten nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags und gesetzlicher Aufbewahrungspflichten gelöscht.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.
(2) Die Vergütung ist, soweit nicht anders vereinbart, im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach erfolgloser Mahnung den Zugang zum Dienst zu sperren. Weitergehende gesetzliche Rechte (insbesondere Verzugszinsen nach § 288 BGB) bleiben unberührt.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums anzupassen. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu.
§ 6 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird, soweit nicht in einem gesonderten Service-Level-Agreement (SLA) ausdrücklich zugesagt, nicht geschuldet.
(2) Nicht in die Verfügbarkeit eingerechnet werden Zeiten geplanter Wartung sowie Ausfälle, die auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen (insbesondere Störungen bei eingesetzten Infrastruktur-Dienstleistern, höhere Gewalt).
(3) Geplante Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter, soweit zumutbar, mit angemessenem Vorlauf an.
§ 7 Pflichten und Verantwortlichkeit des Kunden
(1) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich und hat den Anbieter unverzüglich über eine missbräuchliche Nutzung zu informieren.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm eingegebenen Inhalte und seine Nutzung des Dienstes nicht gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen. Der Kunde ist für die von ihm in den Dienst eingestellten Daten allein verantwortlich.
(3) Verarbeitet der Kunde mittels der Software personenbezogene Daten, ist er insoweit datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Er stellt sicher, dass er über die hierfür erforderlichen Rechtsgrundlagen verfügt.
(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes oder einer Verletzung dieser Pflichten durch den Kunden beruhen.
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, handelt er als Auftragsverarbeiter. Hierzu schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO, der diesen AGB als Anlage beigefügt bzw. gesondert vereinbart wird und Vorrang vor entgegenstehenden Regelungen dieser AGB hat.
(2) Der Anbieter setzt zur Leistungserbringung Sub-Auftragsverarbeiter ein. Die jeweils aktuelle Liste wird dem Kunden im Rahmen des AVV zur Verfügung gestellt; Änderungen werden dem Kunden angekündigt.
(3) Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 9 Gewährleistung
(1) Der Anbieter gewährleistet die vertragsgemäße Bereitstellung der Software während der Vertragslaufzeit. Auf das Mietrecht (§§ 535 ff. BGB) wird Bezug genommen, soweit dieses auf SaaS anwendbar ist.
(2) Mängel sind dem Anbieter in Textform anzuzeigen. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist.
(3) Eine verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB wird ausgeschlossen.
§ 10 Haftung und Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und für die Verletzung einer ausdrücklich übernommenen Garantie bleibt unberührt.
(5) Soweit die Haftung dem Grunde nach besteht, ist sie der Höhe nach auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Vergütung begrenzt.
(6) Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, soweit diese bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden vermeidbar gewesen wären. Der Kunde ist gehalten, exportierbare Daten in angemessenen Abständen selbst zu sichern.
§ 11 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung, Änderung des Leistungsangebots) erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Falle des Widerspruchs steht beiden Parteien ein Kündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung zu.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — der Sitz des Anbieters (Willich bzw. das zuständige Gericht).
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Formerfordernisses.
Stand: Juni 2026